Oh wie cool ... 2 positive Rückmeldungen reichen mir schon 😉
Ich werde hier also sehr gerne über meine Erfahrungen berichten und das auch später gerne im Magazin vielleicht in mehreren Blöcken zusammenfassen...
Dieses Jahr schaffe ich es noch nicht und es erscheint auch noch zu früh, aber nächstes Jahr habe ich dann vor vielleicht im Rahmen eines Anwendertreffens einen schönen Vortrag über alles zu halten...
Heute fange ich mit Punkt 1 an: Programmierung über Eclipse/WUDSN via iMac oder direkt mit Atari 130XE
Die Möglichkeiten, die ein voll ausgestatteter PC oder iMac bietet, sind natürlich verlockend. Da ich beruflich als Radiologe zuhause einen iMac mit "Rechtsuntenvariante" stehen habe, lag es natürlich nahe, diesen auch zu nutzen, zumal der Mac wenig Platz einnimmt und einen großes Display aufweist. Auch für den mobilen Einsatz bin ich mit einem modernen MacBook gut ausgestattet - hier könnte man ein identisches System aufsetzen. So der Plan!
Irgendwie bin ich dann auf den tollen Vortrag von Thomas gestossen: "Thomas Schulz: Programmierung eines 8-Bit-Atari-Spiels" ... und wusste sofort, das ist es! Programmierung in einer modernen Umgebung mit der ganzen grafischen Oberfläche, Maus, ein moderner Cross-Assembler, Speicherung über Festplatte und quasi mit Mausklick die Möglichkeit den Programmierfortschritt sofort auf dem Atari Emulator zu testen. Mir war noch nicht ganz klar, wie man dann die Programme auf Atari Diskette bekommt, aber Probleme sind ja nur solange Probleme, bis man sie gelöst hat...
Die Probleme fingen aber direkt mit dem Emulator an. Die Auswahl an Emulatoren für den Atari ist groß, eine wirklich passende Version für einen Mac unter Big Sur zu finden ist schwierig... die einzige wirklich völlig normal lauffähige Version nach vielen Tagen des Probierens war dann: Atari800MacX Version 5.3.1 ... dann noch das passende OS (AltirraOS 3.11) und das Atari Basic zu finden ging recht schnell... man muss dann den Emulator noch richtig konfigurieren und schon geht es.
Eclipse zu installieren ist zunächst kein Problem, aber dann gehts schon los. WUDSN für Mac Big Sur... zunächst keine Chance. Da habe ich wirklich sehr lange dran geschraubt und letztlich aufgegeben.
Sascha hat mir dann eine möglicherweise lauffähige Version zukommen lassen, aber da war ich für den Moment schon raus.
Mit dem Projekt Eclipse / WUDSN beschäftige ich mich später nochmal, weil ich das System prinzipiell wirklich toll finde. Irgendwann schnappe ich mir meinen iMac und stehe vor der Tür von Peter Dell und bitte um Hilfe... bei all den vielen Recherchen bin ich dann noch auf ein wirklich interessantes Programm gestossen: Atari MapMaker ... als Download exe-Datei verfügbar. Hiermit kann man wohl ganz umfangreich Player, Landschaften etc. aus Charakter erstellen. Leider wohl auch nur als Windows-Version verfügbar.
Für mich ist schon jetzt klar, daß ich demnächst für meine Atari-Ecke mehr Platz brauche und einen guten Windows-Rechner - bei aller verständlicher Liebe zum Mac, aber ein Windows-Rechner ist oftmals zwingend notwendig, da nicht alle Prozesse über Parallels gut funktionieren.
Also Fazit:
Ich starte auf dem Atari zu programmieren! Geholfen bei meiner Entscheidung hat auch eine sehr gute Webseite mit Tutorials auf youtube aus den USA! Der Typ ist echt geil und man kann sehr viel lernen: 8bitandmore.com -> darauf werde ich mich immer mal wieder beziehen, wenn es um bestimmte Hardware und Software Konfigurationen geht, aber auch wenn es um bestimmte Programmiertechniken geht. Wer zum Beispiel die DisplayList des Ataris richtig verstehen will, oder generell berechtigte Verständnisprobleme damit hat, sollte sich das entsprechende Tutorial anschauen!
Ein kleiner Linktip an dieser Stelle noch: Sucht man Programme, Bücher (pdf) dann lohnt sich ein Besuch auf der Seite von atarimania.com - hier gibt es wirklich alles!! Alle wichtigen Bücher als pdf oder online lesbar, fast alle Programme für den Atari als atr rom oder cas, Systemprogramme etc. einfach fast alles!! Ich hoffe, es ist gestattet, dass ich diese interessanten Webseiten hier benenne!
Welchen Atari nun nehmen? Atari 400, Atari 800 oder Atari 130 XE ?? Ich entschied mich natürlich für meinen 130 wegen der Tastatur und der moderneren Optik.
Dazu passend besorgte ich mir einen kleinen tragbaren mit Akku ausgestatteten LCD-Fernseher (14 Zoll Tragbarer Fernseher, LCD HDTV Digital Analog Fernseher), der auch zum Glück wunderbar mit dem Atari funktionierte. Da ich nicht ständig meine alte 1050 Floppy auspacken und aufbauen wollte, suchte ich dann nach alternativen Speichermöglichkeiten. Hier entschied ich mich dann für die SDrive Max, nicht ahnend was für wunderbare Möglichkeiten sich mit diesem "Laufwerk" auftun würden. Eine SD-Karte muss man extra kaufen, logischerweise besorgte ich mir eine 64GB MicroSIM, die auch prima in die SDrive reinpasste... aber, oh Wunder, das ging irgendwie nicht, denn die SDrive erkannte die Sim-Karte nicht... warum? Die Sim muss speziell formatiert werden - nämlich auf FAT 16 und das geht mit einer 64GB Karte nicht so einfach oder gar nicht...
Darauf muss man achten - eine 2GB Sim ist hier erforderlich und die lässt sich auch entsprechend formatieren.
Die Sim kann man direkt in einen PC oder Mac stecken und hier kann man alle atr - Programme draufziehen (Rom und Cas-Formate gehen mit dem SDrive nicht).
Und nun kommt es: Man kann zusätzlich auf die Sim-Karte noch ein H1Speicherbereich packen, diesen dann z.B. mit Sparta-Dos "Atari-gerecht" formatieren und schon hat man eine Festplatte, die sich dann direkt vom Atari ansteuern läßt und wo man alle seine Programme abspeichern kann. Der einfache Weg zu einer Festplatte für den Atari, die auch beschreibbar ist. Auf der SD ist mit 2 GB natürlich so viel Platz, daß man nahezu alle existierenden atr-Programme zusätzlich gespeichert halten kann.... einfach gigantisch, muss ich hier sagen!! Wie man das macht, kann man über ein youtube-Tutorial von 8bitandmore gut nachvollziehen.
Die SDrive Max ist recht kompakt, neugierig habe ich nun den Atari aufgeschraubt und dabei voller Freude festgestellt, daß man tatsächlich genügend Platz im Gehäuse hat, um die Drive direkt und fest einzubauen. Das werde ich noch umsetzen. Dabei werde ich den Anschlußstecker der Drive aufmachen und direkt an den Floppyanschluß des Atari verlöten. Die Sim-Karte muss einfach rauszunehmen sein, ohne den Atari zu öffnen und ich werde noch einen On/Off-Schalter integrieren.
Der Kollege aus den USA benutzt Sparta-DOS und den MAC/65 - Assembler jeweils als Cartridge- beides kann man aus den USA ordern - noch!! Nicht ganz günstig und es dauert!!!
Mein System steht nun und ich kann loslegen...
Assembler rein und los gehts... ich starte mit der Programmierung Hallo Welt....
Aber ... wie verdammt nochmal bekomme ich die Buchstaben auf das Display ... welche Pokes und bei welchen Graphicmodi... in Basic ganz einfach, in Assembler zunächst ein Problem... wenn man sich gar nicht mit der Displaylist und Aufbau des Bildschirmes auskennt....
Wie das ganz genau geht und wie man mit fast unendlichen Möglichkeiten seinen Bildschirm und ganz eigene Grafikmodi selber aufbauen kann dann beim nächsten Post!
Liebe Grüße
Peter